Enthält die Avocado Histamin?

Avocado Histamin

Die Avocado ist die Trendfrucht der letzten Jahre. Die fettreiche Frucht stammt ursprünglich aus dem tropischen Regenwald und wird heute in vielen Ländern angebaut, unter anderem auch Spanien, Australien und Südafrika sowie in zahlreichen Ländern in Südamerika und auch in Kalifornien in den Vereinigten Staaten von Amerika. Botanisch gesehen handelt es um eine Beere, welche an einem Baum wächst, dem Avocado-Baum.

Die Avocado steht insbesondere wegen ihrer schlechten Ökobilanz in der Kritik. So verbraucht die Herstellung von einem Kilogramm Avocados etwa 1.000 Liter Wasser. In Regionen mit Wasserknappheit wie etwa Chile ist das ein großes Problem. Außerdem muss die Avocado während des kompletten Transports konstant auf 6 Grad Celsius gekühlt werden. Weltweit bedeutendstes Anbauland ist Mexiko.

Die Avocado kann man wie andere Früchte auch einfach pur genießen. Häuig wird aus der Avocado jedoch Guacamole gemacht. Dazu wird die Avocado zerdrückt oder püriert. Dann werden Zitronen- oder Limettensaft, Korianderkraut und Salz dazugegeben. Diese Basis kann nach persönlichem Geschmack noch mit Chilis, Knoblauch, Pfeffer oder Zwiebeln erweitert werden. Die Guacamole eignet sich als Dip oder Brotaufstrich.

Bei einer Histaminintoleranz sollte man sich möglichst histaminarm ernähren. Man sollte also auf Lebensmittel verzichten, welche reich an Histamin sind. Die Avocado gehört leider zu diesen Lebensmitteln. Der Histamingehalt der Avocado ist recht hoch, daher sollte sie bei einer Histaminintoleranz gemieden werden. Histamin ist ein biogenes Amin. Bei einer Histaminintoleranz sollte man auch andere biogene Amine meiden, da diese die Symptome verstärken können. In der Avocado sind die beiden biogenen Amine Serotonin und Dopamin enthalten. Auch in dieser Hinsicht ist die Avocado also problematisch.

Histaminintoleranz

Bei einer Histaminintoleranz kann der Körper Histamin nicht richtig abbauen. Einerseits bekommt er Histamin aus der Nahrung, andererseits ist auch im Körper Histamin gespeichert, welches bei Entzündungsreaktionen ausgeschüttet wird. Dieses in den Mastzellen gespeicherte Histamin wird jedoch auch durch sogenannte Histaminliberatoren ausgeschüttet. Das sind Lebensmittel, welche manchmal sogar selbst histaminarm sind, aber welche bewirken, dass körpereigenes Histamin ausgeschüttet wird. Wichtig ist also eine histaminarme Ernährung und der Verzicht auf Histaminliberatoren.

Histamingehalt von Avocado

Der Histamingehalt der Avocado ist leider von Natur aus eher hoch. Das ist eher eine Ausnahme, trifft aber auf einige, wenige Lebensmittel zu. Unter anderem Spinat, Tomaten und Auberginen sind von Natur aus histaminhaltig. Durch Reifung und Verderb kann sich der Histamingehalt weiter erhöhen.

Histaminarme Avocado

Avocado Toast Guacamole HistaminDie Avocado ist problematisch bei einer Histaminintoleranz und sollte gemieden werden. Wenn du trotzdem nicht verzichten willst, dann solltest du auf eine möglichst kleine Portionsgröße achten. Wenn es Guacamole sein muss, dann mache diese selbst. Auf den Zitronen- oder Limettensaft solltest du dabei verzichten. Auch das Korianderkraut könnte problematisch sein. Bei der Avocado selbst gilt, je unreifer die Frucht, desto weniger Histamin ist enthalten. Wenn die Frucht bei Druck nur leicht nachgibt, ist sie gerade so reif genug, um gegessen zu werden. Doch Histamin, wenn auch etwas weniger als in einer überreifen Avocado, ist trotzdem enthalten.

Wenn du die Avocado halbierst, um eine Hälfte einzulagern, dann solltest du die Hälfte mit Kern einlagern, denn dann hält diese Avocado-Hälfte länger. Am besten natürlich, du findest jemanden, der mit dir die Avocado teilt, denn sobald die Avocado aufgeschnitten ist, beschleunigt sich auch die Bildung vom Histamin in der Avocado. Die ganze Avocado auf einmal zu essen ist aber eigentlich auch keine Option. Denn wie ja bereits erwähnt, eigentlich ist die Avocado bei Histaminintoleranz komplett ungeeignet. Eine angemessenere Portionsgröße wäre eher ein einzelner Teelöffel zum Ausprobieren.